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Aktuelle Informationen zum Schreibzentrum

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Neu im Angebot: Semi-autonome Schreibgruppen im Schreibzentrum der PH Wien

 

Das Schreiben einer Abschlussarbeit ist zumeist eine sehr einsame Sache und nicht wenige Studierende haben in dieser Zeit schon länger den Anschluss an die PH und an ihre ehemaligen KollegInnen verloren. Aber auch Studierende, die sich noch mitten im Studium befinden, stossen im Zuge des Schreibens mitunter auf Unsicherheiten, mit denen sie nicht jedesmal zur Betreuerin/zum Betreuer laufen möchten.

 Neben der Schreibberatung, in der solche Unsicherheiten in Einzelgesprächen geklärt werden können, bietet das Schreibzentrum der PH Wien seit dem Sommersemester 2017 auch die kostenlose Teilnahme an einer Schreibgruppe an. Das Angebot richtet sich an jene Studierende, die sich einen regelmäßigen Austausch mit Gleichgesinnten wünschen und die dafür bereit sind, an einer Kultur des Gebens und Nehmens teilzuhaben.

 Die Gruppe wird die ersten zwei bis drei Treffen von einer ausgebildeten Schreibberaterin begleitet und entscheidet autonom über die Ziele und Regeln, die für ihre Zusammenarbeit gelten sollen. Bei der Zielsetzung und dem Aufstellen der Regeln hilft die Schreibberaterin und führt die Gruppe auch in die Kunst des wechselseitigen Textfeedback-Gebens ein.

Neben der Möglichkeit, sowohl die Textqualität also auch die Textquantität der enstehenden Bachelorarbeit im Prozess der Teilnahme an einer Schreibgruppe zu heben üben die Studierenden auch vielfältige überfachliche Kompetenzen. Denn die Schreibgruppe kann nur dann gewinnbringend für alle sein, wenn sich ihre Mitglieder regelmäßig aktiv einbringen. Dazu benötigt es Kommunikations- und Team-Fähigkeiten wie z.B. die Fähigkeit mitzuteilen, wenn einmal etwas nicht so passt, wie man es sich gerne wünscht. Es braucht weiters Selbstorganisationsfähigkeiten wie die Fähigkeit, sich sinnvolle und erreichbare Zwischenziele zu setzen und an diesen zu arbeiten. Es braucht Verlässlichkeit in der Kommunikation, damit vereinbarte Termine auch tatsächlich zustande kommen.

 Die Schreibgruppe kann dabei helfen, sich besser zu motivieren, denn Schreiben bedeutet Kommunikation über ein Thema, die der Austausch mit Gleichgesinnten noch besser leisten kann. Zu wissen, dass es einen Termin gibt, bis zu dem man weiter Text produzieren sollte, kann darüber hinaus ebenso helfen aber auch Druck machen. Die Schreibgruppe bietet hier einen geschützten Arbeitsraum, in dem man auch mal Hänger haben darf und in der man sich über Probleme aber auch Erfolge austauschen kann. Auch, wer mal keinen Text produziert hat, kann und soll an den Treffen teilnehmen und dazu aber auch die Texte der anderen gelesen und kommentiert haben. Nur, wer über die eigene Textproduktion hinaus die Auseinandersetzung mit anderen Texten als Lernchance begreift, kann von der Teilnahme an einer Schreibgruppe profitieren.

Es ist zudem ein feiner Grad zwischen Aufmunterung durch das Feedback, das man von den Anderen bekommt und zwischen dem Druck, der durch den Vergleich mit den anderen entstehen kann. Diesen feinen Grad muss man zu gehen bereit sein.

 Wer jetzt durch das Lesen neugierig geworden und bereit dazu ist, in die Lernchancen einer Schreibgruppe zu investieren, ist herzlich dazu eingeladen, das Interesse mit einer e-mail an schreibzentrum@phwien.ac.at kundzutun. Eine neue Schreibgruppe kann jederzeit starten, sobald mindestens vier TeilnehmerInnen beisammen sind.

 Auch MitarbeiterInnen der PH Wien, die an eigenen Textprojekten arbeiten oder diese Arbeit planen, dürfen sich angesprochen fühlen. Für sie sind eigene kollegiale Schreibgruppen geplant, die vom Schreibzentrum begleitet werden. Weitere Informationen und Auskunft bitte bei marianne.ullmann@phwien.ac.at

 Zum Weiterlesen sei hier noch die Broschüre „Writing Groups - Why and How?“ der Universität Kopenhagen empfohlen, an der wir uns auch bei der Organisation der Schreibgruppen orientieren: http://samf.ku.dk/pcs/pdf_filer/writing-groups.pdf

Schreibzentrum vorübergehend in einem anderen Raum!

Der Wasserschaden in der Bibliothek betrifft aktuell leider auch das Schreibzentrum, das seine Räumlichkeit vorübergehend dem Bibliotheks-Personal zur Verfügung gestellt hat. 
Die offenen Sprechstunden finden daher in Haus 4, 1. Stock, Zimmer 4.1.26 (Mo und Do) bzw. in Zimmer 4.1.022 (Di) statt.

Für die Beratungen nach Vereinbarung bitte den/die jeweiligen BeraterIn nach dem Beratungsort fragen.

Das Workshop-Programm steht online!

Unser Workshop-Programm startet am 6. November mit einem spannenden Workshop zum Thema "Literatur recherchieren, verwalten und zitieren mit Zotero". Wer diesmal keine Zeit hat, kann aus insgesamt 9 Workshop-Terminen im Wintersemester wählen. Willkommen sind sowohl Studierende als auch Lehrende!

Lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten am 3.3.2016

Am 3.3.2016 wollen wir mit unserem Schreibzentum an der weltweiten Aktion "Lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten" teilnehmen. An diesem Tag werden wir verschiedene Kurz-Workshops zum akademischen Schreiben sowie Schreibberatungen anbieten. Nähere Infos folgen.

10 Jahre SchreibCenter Klagenfurt

Das SchreibCenter der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt feiert sein 10-jähriges Bestehen. Am 14.11. gibt es um 17:00 dazu eine Festveranstaltung, gefolgt von einer "Langen Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten", wo man u.a. einen Workshop bei Otto Kruse besuchen kann. Am 15.11. geht es dann weiter mit einer Tagung zum Thema "Schreibberatung" (9-17:00).

http://www.uni-klu.ac.at/sc/inhalt/583.htm

Gerd Bräuer kommt nach Wien!

Der Schreibpädagoge, (e-)Portfolio-Experte und Leiter der Freiburger Schreibberaterausbildung Gerd Bräuer kommt nach Wien. Am Mi., 12. November wird er einen Vortrag zum Thema  "Reflexive Praxis als Chance für vertieftes Lernen" an der Universität Wien halten. Vom 18.-19. November wird sich Gerd Bräuer auch an der PH Wien aufhalten und dort im Rahmen der Symposiums "Professionalisierung der Lehrenden der Fort- und Weiterbildung" einen Workshop zur e-Portfolioarbeit (siehe Programm) halten.

Links:

Vortrag Uni Wien

Vortrag PH Wien

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